{"id":87,"date":"2015-12-26T14:22:35","date_gmt":"2015-12-26T14:22:35","guid":{"rendered":"http:\/\/schmedes.localhost\/?page_id=87"},"modified":"2023-11-24T18:06:57","modified_gmt":"2023-11-24T17:06:57","slug":"ausbildung-und-handwerk","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/index.php\/ausbildung-und-handwerk\/","title":{"rendered":"Ausbildung und Handwerk"},"content":{"rendered":"<h2>Die Ausbildung zur Modistin\/zum Modisten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit Jahrzehnten ist die Firma Schmedes ein anerkannter Ausbildungsbetrieb. Die Lehrlinge erhalten eine umfassende\u00a0handwerkliche Bildung im Umgang mit den verschiedenen Materialien und Stoffen. Neben der klassischen Modellherhstellung aus Filz, Stroh, Stoff und Pelz wird die Kreativit\u00e4t im Umgang mit neuen<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-109 alignright\" src=\"http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/lehrbrief.png\" alt=\"lehrbrief\" width=\"270\" height=\"180\" \/> und aktuellen Materialien in unserem Betrieb sehr gesch\u00e4tzt und ma\u00dfgeblich gef\u00f6rdert. Modistenmeisterin Brigitte Fr\u00e4nzer und ihre Gesellinnen vermitteln den Auszubildenden und Praktikanten das notwendige, traditionelle und auch innovative Know-How. Der Beruf der Modistin erfordert ausgesprochenes Geschick im Umgang mit Nadel und Faden, aber auch technisches Verst\u00e4ndnis und ein sehr hohes Ma\u00df an Kreativit\u00e4t. Zudem steht die Modistin in st\u00e4ndigem Kundenkontakt und sollte daher \u00fcber ein dementsprechendes Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen verf\u00fcgen. Die Ausbildungsdauer zum Modisten bzw. zur Modistin betr\u00e4gt drei Jahre und gliedert sich in die Lernorte Betrieb und Berufsschule. Heutzutage arbeiten Modisten sowohl in Ateliers, als auch in Theatern, beim Film und in der Industrie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber qualifizierte Bewerbungen, sehr gerne auch von m\u00e4nnlichen Lehrstellensuchenden, freut sich unser Betrieb jederzeit. Da es in M\u00fcnster und Umgebung leider nur sehr wenige Ausbildungsbetriebe gibt, wird der Unterricht an der Berufsschule in zusammengefassten Klassen mit den Schneiderlehrlingen erteilt. Die Modisten sind also darauf angewiesen, sich die fachspezifischen Lerninhalte gr\u00f6\u00dftenteils selber anzueignen. F\u00fcr eine erfolgreiche Bewerbung setzen wir aufgrund dessen einen dementsprechend guten Schulabschluss voraus.<\/p>\n<h2>Die Geschichte des Modistenhandwerks<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie fr\u00fcher, so auch heute, bedecken Menschen ihre H\u00e4upter mit H\u00fcten, T\u00fcchern und M\u00fctzen, um sich zu sch\u00fctzen und zu schm\u00fccken. Sie tragen Kopfbedeckungen aber auch aus politischen, kulturellen und religi\u00f6sen Gr\u00fcnden, oder um eine Funktion zu kennzeichnen. Die T\u00e4tigkeit, die Modisten und Modistinnen heute ausf\u00fchren, gibt es schon seit Urzeiten. Die fr\u00fcheren Berufsbezeichnungen lauteten u.a. Walker Huterer, Putzmacherinnen, M\u00fctzenmacher. Der Ursprung der Hutmacherei liegt in der Entdeckung, dass man mittels Hitze, Feuchtigkeit und Druck Tierhaare verfilzen kann. Der aus dieser T\u00e4tigkeit gewonnen Filz hat gute W\u00e4rm- und Trageeigenschaften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im 14. Jahrhundert fand eine Trennung der Filter (Walker) in Tuch- und Hutmacher statt. Aus dieser Trennung heraus bildeten sich unterschiedliche Z\u00fcnfte. Die Anforderung, dass H\u00fcte auch schm\u00fccken sollten, entwickelte sich erst sp\u00e4ter. Dies f\u00fchrte dazu, dass sich insbesondere Frauen mit der T\u00e4tigkeit des &#8222;Herausputzens&#8220; (Putzmacherin) befassten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der franz\u00f6sischen Revolution kam die Gewerbefreiheit. Die Macht der Z\u00fcnfte wurde gebrochen. Es bildeten sich neue Berufe: Putzmacherinnen, Seidenhutmacher, Barett- und Strohhutn\u00e4herinnen, und viele mehr. Es entstanden Hut-Manufakturen, sp\u00e4ter Hut-Fabriken mit mehreren tausend Besch\u00e4ftigten, welche zuerst Filzrohlinge (Stumpen und Caplines), sp\u00e4ter auch fertige H\u00fcte herstellten. Es war nun allen sozialen Schichten gestattet, H\u00fcte zu tragen. Eine entsprechend hohe Nachfrage entwickelte sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis 1920 sah man im Stra\u00dfenbild kaum einen Menschen ohne Kopfbedeckung. Es gab zahllose Hutgesch\u00e4fte in den St\u00e4dten und zumeist eine Hutfabrik. Nach dem zweiten Weltkrieg nahm das Interesse an Kopfbedeckungen jedoch dramatisch ab. Der Hut verschwand bis in die 70er Jahre weitestgehend aus dem Stra\u00dfenbild. Zwischen 1950 und 1960 wurde auf Anregung der Putzmacherinnung die Berufsbezeichnung in die bis heute g\u00fcltige Bezeichnung Modist\/Modistin ge\u00e4ndert. Seit 2004 findet sich auch der Hut- und M\u00fctzenmacher in diesem Berufsbild wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heutzutage ist der Hut ein durchaus freiwilliges, teilweise zweckgebundenes modisches Accessoire. Seit den 90er Jahren bekennen sich Frau und Mann wieder mehr zum Hut \u2014 besonders die jungen Modedesigner nutzen wieder ausgefallenste Modelle des Hutmacherhandwerks zur Vervollkommnung ihrer oftmals extravaganten Kreationen. Ganz aktuell erkennen un nutzen auch viele Idole der Musikbranche den Hut als vielseitiges, wiederentdecktes Accessoire. In diesem modernen Licht weckt der Hut nat\u00fcrlich vor allem bei jungen Leuten gro\u00dfes Interesse. Dieser neue Trend l\u00e4sst Hoffnungen keimen f\u00fcr ein auch in Zukunft kreatives, innovatives und noch lange bestehendes Handwerk. Mut zum Hut!<\/p>\n<h2>Auszubildende mit Leidenschaft<\/h2>\n<p>Das unsere Auszubildenden nicht nur mit Leidenschaft sondern auch mit Bestleistungen Ihre Gesellenpr\u00fcfung bestehen, zeigte unsere Elena Sch\u00e4fer, die Ihre Gesellenpr\u00fcfung als zweitbeste Bundessiegerin abgeschlossen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-602 size-full\" src=\"http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer.jpeg\" alt=\"\" width=\"2151\" height=\"2133\" srcset=\"http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer.jpeg 2151w, http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer-300x297.jpeg 300w, http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer-1024x1015.jpeg 1024w, http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer-150x150.jpeg 150w, http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer-768x762.jpeg 768w, http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer-1536x1523.jpeg 1536w, http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer-2048x2031.jpeg 2048w, http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer-450x446.jpeg 450w, http:\/\/hutmoden-schmedes.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/ElenaSchaefer-600x595.jpeg 600w\" sizes=\"(max-width: 2151px) 100vw, 2151px\" \/><\/p>\n<p>Quelle: M\u00fcnstersche Zeitung 24.11.2023<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausbildung zur Modistin\/zum Modisten Seit Jahrzehnten ist die Firma Schmedes ein anerkannter Ausbildungsbetrieb. 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